Gottesdienst am 24. November 2023
Instrumental | Dreiklang | ||
Begrüßung / Gebet | Weil du mir fehlst! Liebe Gottesdienstbesucher, Sie fehlen uns, sie haben eine Lücke in unserem Leben hinterlassen: Unsere Verstorbenen. Heute denken wir besonders an sie. Wir sind traurig, dass sie nicht mehr bei uns sind. Zugleich wollen wir glauben, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern dass sie bei Gott sind und glücklich sind. Er lädt uns ein, er will da sein für uns und so beginnen wir in seinem Zeichen Kreuzzeichen Gott, wir sind da mit unserer Sehnsucht, der Erinnerung und Trauer um einen lieben Menschen. Halte mit uns dieses Leben und den Tod aus. Amen | Martin | |
Aktion: Kerze + Instrumental | Für jeden Verstorbenen kann eine Kerze entzündet werden | Kerzen, Schale, Sand | Steffi Dreiklang |
Bild | „Der Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich wird mit einem Beamer eingeblendet. Mich hat dieses Bild getroffen. Da steht ein Mensch am Strand und blickt auf das Meer hinaus. Dunkel ist es und neblig. Irgendwie unheimlich, beängstigend. Ich höre die Meereswoogen, die in der Dunkelheit zu sehen sind. Ein kühler Wind weht mir entgegen. Die Düsternis erdrückt mich. Ich bin allein. Mein Blick wandert nach Oben. Die Wolkendecke reißt etwas auf. Kommt da Licht durch? Wird es hell? Verbirgt sich die Sonne dahinter? Es hat etwas Hoffnungsvolles. Vielleicht kommt die Sonne, vielleicht reißt der Nebel ganz auf, vielleicht wird es wieder hell – vielleicht. Caspar David Friedrich hat dieses Bild in den Jahre 1808 bis 1810 gemalt. In dieser Zeit starben seine Schwester und sein Vater. Das Bild, das er da gemalen hat, ist seltsam leer, der unendliche Raum lebt und schwingt in einer seltsamen Erregung. Angst und Staunen ruft er hervor, ein starkes Gefühl trotz mangelnder Bewegung und Aktion. Der Strand ist offen zum finsteren Horizont, das Helle droht nach oben zu entschwinden. Der Mönch hat sein festes Fundament und seinen Weg verloren – wird ihn der Blick nach oben retten? Die Bedrohung durch das schwarze Wasser, die Zone des Todes – wird der Mönch doch noch zum Licht gelangen? Und wenn sich Licht und Finsternis im Augenblick auch noch im Gleichgewicht halten, wird sich in Zukunft ein neuer Weg auftun? Wohin? Mehr Infos: https://www.kunst-meditation.it/a-bis-h/d-k-friedrich-e-munch/ | Martin | |
Instrumental | Dreiklang | ||
Lesung | Buch Jona: Dann nahmen sie Jona und warfen ihn ins Meer (…). 1 Der HERR aber schickte einen großen Fisch, dass er Jona verschlinge. Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches. 2 Da betete Jona zum HERRN, seinem Gott, aus dem Inneren des Fisches heraus: 3 In meiner Not rief ich zum HERRN / und er erhörte mich. Aus dem Leib der Unterwelt schrie ich um Hilfe / und du hörtest meine Stimme. 4 Du hast mich in die Tiefe geworfen, in das Herz der Meere; / mich umschlossen die Fluten, all deine Wellen und Wogen / schlugen über mir zusammen. 5 Ich sagte: Ich bin verstoßen / aus deiner Nähe. Wie kann ich jemals wiedersehen / deinen heiligen Tempel? 6 Das Wasser reichte mir bis an die Kehle, / die Urflut umschloss mich; Schilfgras umschlang meinen Kopf. / 7 Bis zu den Wurzeln der Berge bin ich hinabgestiegen in das Land, / dessen Riegel hinter mir geschlossen waren auf ewig. Doch du holtest mich lebendig aus dem Grab herauf, / HERR, mein Gott. 8 Als meine Seele in mir verzagte, / gedachte ich des HERRN und mein Gebet drang zu dir, / zu deinem heiligen Tempel. 10 Ich aber will dir opfern / und laut dein Lob verkünden. / Vom HERRN kommt die Rettung. 11 Da befahl der HERR dem Fisch und dieser spie den Jona an Land. | Steffi | |
Aktion + Instrumental | Alle sind eingeladen das Bild weiterzumalen. Was fehlt? Was muss weg? Sagt der Mönch etwas? | Stifte, Kopien | Steffi Dreiklang |
Psalm 36 | Nach Psalm 36 Antiphon: Meine Hoffnung (GL 365) Gott, die Quelle des Lebens. Du, Gott, bist die Quelle des Lebens. Gott, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,* Deine Wahrheit, so weit die Wolken ziehen. Du stehst zu uns, so fest wie Berge stehen.* Für Menschen und Tiere bist du ein Gott, der hilft. Wie kostbar ist deine Güte, o Gott!* Deine Liebe ist unvergleichlich. Die Menschen gründen sich in deine Tiefe,* Und bergen sich in deine Gegenwart. Du sättigst uns vom Reichtum deiner Erde,* Erneuerst in uns Kraft und Lebensfreude. Du bist die Quelle des Lebens,* In deinem Licht schauen wir das Licht. Du begleitest uns durch unser Leben* Und begegnen dürfen wir dir – immer wieder neu. Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, * Deine Wahrheit, so weit die Wolken ziehen. | Kopien | Martin |
Vaterunser | Steffi | ||
Friedensgruß | Steffi | ||
Hinweis | Trauergruppe | Gundi | |
Segens-wunsch | Gedicht: Für Dich, von Karin Schwarz Für Dich Eines Morgens wirst du aufwachen und der Nebel der Trostlosigkeit wird Nicht mehr da sein Eines Morgens Wirst du aufwachen Und ein kleiner Sonnenstrahl wird in Dein Herz fallen eines Morgens wirst du aufwachen und du wirst glauben dass die Freude wieder keimen wird bald eines Tages wirst du wissen in der Dunkelheit ist etwas Neues gewachsen das anders nicht hätte wachsen können | Martin | |
Instrumental | Dreiklang |